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Ladekarte oder Lade-App: Was lohnt sich mehr?

RFID-Karte, Smartphone-App oder spontanes Laden per QR-Code – die Wahl beeinflusst Komfort und Preis.

Um an einer öffentlichen Ladesäule zu laden, brauchst du eine Möglichkeit, dich zu authentifizieren – also zu belegen, dass ein Ladevorgang dir zugeordnet und abgerechnet werden kann. Dafür gibt es im Wesentlichen drei Wege: die physische RFID-Ladekarte, die Smartphone-App des Anbieters und das spontane Ad-hoc-Laden ohne Vertrag.

RFID-Ladekarte: einfach und zuverlässig

Die klassische Ladekarte funktioniert wie eine Kontaktlos-Bankkarte: Du hältst sie an den Kartenleser der Ladesäule, der Ladevorgang startet. Sie braucht keinen Akku und kein Mobilfunknetz, funktioniert also auch dort zuverlässig, wo die Handy-App keinen Empfang hat. Ihr Nachteil: Verlierst du die Karte, muss sie gesperrt und neu bestellt werden, das kann ein paar Tage dauern.

Lade-App: mehr Informationen, aber abhängig vom Netz

Viele Anbieter bieten zusätzlich eine App an, mit der du Ladevorgänge starten, den Ladestand live verfolgen und oft auch freie Ladepunkte in der Nähe finden kannst. Der Komfort ist höher als bei der reinen Karte – dafür brauchst du ein geladenes Smartphone mit Mobilfunkempfang. Fällt beides aus, lässt sich der Ladevorgang mitunter nicht starten oder stoppen.

Ad-hoc-Laden: flexibel, aber meist teurer

Seit der Ladesäulenverordnung müssen die meisten öffentlichen Schnellladesäulen auch spontanes Laden ohne Vertrag ermöglichen, etwa per QR-Code und EC- oder Kreditkarte. Das ist praktisch für gelegentliche Ladevorgänge ohne Bindung an einen Anbieter, kostet pro kWh aber häufig mehr als ein Tarif mit Grundgebühr. Für Vielfahrer lohnt sich meist eine feste Ladekarte, für Gelegenheitsnutzer kann Ad-hoc-Laden die einfachere Wahl sein.

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Häufige Fragen zu Ladekarte und App

Brauche ich für jedes Ladenetz eine eigene Karte?

Nein. Über Roaming-Abkommen kannst du mit einer einzigen Ladekarte oder App meist an vielen tausend Ladepunkten verschiedener Betreiber laden. Nur an sehr wenigen Sonderstationen ist ein eigener Vertrag nötig.

Ist Ad-hoc-Laden ohne Karte oder App immer teurer?

In der Regel ja: Ad-hoc-Laden per QR-Code oder EC-/Kreditkarte verlangt meist einen höheren Preis pro kWh als ein Tarif mit Grundgebühr, weil du keine vertragliche Bindung eingehst. Für gelegentliches Laden kann es sich trotzdem lohnen, wenn du dafür keine Grundgebühr zahlen willst.

Was passiert, wenn die Lade-App keinen Empfang hat?

Ohne Internetverbindung lässt sich ein Ladevorgang über die App oft nicht starten oder stoppen. Eine physische RFID-Karte funktioniert dagegen auch ohne Mobilfunknetz, weil sie sich direkt mit der Ladesäule austauscht.